Bernd Stegmann
studierte in Detmold und Berlin. Zu seinen Lehrern zählten Martin
Behrmann, Helmut Barbe, Heinz Werner Zimmermann und Ernst Pepping. 1975
legte er das A-Examen an der Berliner Kirchenmusikschule ab.
Weiterführende Studien der Orchesterleitung in Wien und bei Sergiu
Celibidache. Von 1977-1985 war Stegmann Organist und Kantor an der
Pauluskirche Berlin-Zehlendorf und künstlerischer Leiter der Berliner
Bach Gesellschaft. Im Jahr 1986 wurde er Professor für Chor- und
Orchesterleitung an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg. Seit
2006 ist er auch deren Rektor.
Er leitet den
Badischen Kammerchor, das Berliner Vokalensemble, die Heidelberger
Kantorei und arbeitet mit namhaften Orchestern und
Instrumentalensembles wie „Concerto armonico" (Budapest), „Deutsche
Kammerphilharmonie", „Concerto Palatino" (Bologna) und „Musica fiata"
(Köln) zusammen. Die „Neue Badische Philharmonie", ein Orchester, das
sich der historischen Aufführungspraxis klassischer und romantischer
Werke widmet, wurde von Bernd Stegmann gegründet.
Mehrere
zeitgenössische Werke, von denen einige ihm oder seinen Chören gewidmet
sind, wurden uraufgeführt. CDs mit dem Berliner Vokalensemble, so das
Mörike-Chorliederbuch op. 19 (Musicaphon M 51820), die Geistliche
Chormusik op. 12 von Hugo Distler (Cantate C 57007), die Geistliche
Chormusik op. 90 von Arnold Mendelssohn (Cantate C 58005), Deutsche
Volkslieder (Musicaphon M 56816) und „Gedanken über die Zeit“ von
Helmut Barbe (Cantate C 58014) sowie von Ernst Pepping die Missa „Dona
nobis pacem“ und weitere Motetten konnten große Beachtung finden.